Am Samstag, den 9. März 2019 machten wir uns zusammen mit Herrn Paulus mit dem Zug auf den Weg nach Savona in Italien. Nach 10 langen Stunden Fahrt und zwei Umstiegen in Mailand und Verona kamen wir endlich in unserer Zielstadt an. Dort wurden wir herzlich von unseren Austauschpartnern und deren Familien empfangen. Am ersten Abend haben sich die meisten von uns gemeinsam getroffen, um uns gegenseitig besser kennen zu lernen. Da die italienischen Schüler alle mehr oder weniger gut Deutsch und gutes Englisch gesprochen haben, war es einfach ins Gespräch zu kommen.

Am Sonntagmorgen hat sich dann die ganze Gruppe auf den Weg nach Genua, die größte Stadt in Ligurien, gemacht. Dort haben wir das Acquario di Genova besucht. Dort konnte man viele typisch ligurische, aber auch exotische Meerestiere sehen. Nach einer kleinen Stärkung haben uns die italienischen Schüler die Altstadt gezeigt und wir hatten Zeit, uns in der Stadt umzusehen.

Am nächsten Vormittag waren wir zum ersten Mal in unseren verschiedenen Praktikumsstellen. Die italienischen Betriebe waren sehr unterschiedlich: von Software-Unternehmen über Hotels bis zu Museen war alles dabei. Auch unsere Aufgaben waren sehr unterschiedlich. So haben manche von uns eher etwas über den Betrieb und die Stadt erfahren und haben von den italienischen Mitarbeitern gezeigt bekommen, wie die Arbeit dort abläuft, während andere gleich mit anpacken sollten. Nach vier Stunden Arbeitszeit war der erste Tag im Praktikum auch schon vorbei und wir sind zu unseren Gastschülern in die Schule oder gemeinsam mit anderen aus der Gruppe an den Strand gegangen, um die Mittagspause zu genießen. Am Nachmittag stand dann die Savona-Stadttour auf dem Plan. Die italienischen Schüler haben uns auf Deutsch etwas über die Sehenswürdigkeiten Savonas erzählt und uns die Innenstadt und den großen und kleinen Hafen gezeigt. Das sah alles sehr malerisch aus und hatte typisch italienisches Flair.

Am Dienstag ging jeder von uns wieder mit Freude in sein Praktikum und wir haben wieder viel Neues und Interessantes über einzelne Fachbereiche erfahren. Am Nachmittag haben wir uns in der Schule getroffen und die restlichen Schüler, die nicht am Austausch teilnahmen, kennengelernt. Diese hielten Präsentationen über die unterschiedlichsten typisch ligurischen Dinge wie zum Beispiel Essen und Süßigkeiten, Musik, Sänger und bekannte Persönlichkeiten der Region wie Christoph Kolumbus. Dazu haben die Schüler uns noch kleine Snacks zum Probieren wie zum Beispiel Focaccia, Amaretto und Gebäck mitgebracht. Den Abend haben wir wieder in unseren Gastfamilien verbracht und versucht, uns mit Händen und Füßen zu verständigen, da die meisten Eltern nur wenig oder gar kein Englisch oder Deutsch gesprochen haben. Trotzdem haben wir uns gut verstanden und wir haben schnell einige einfache italienische Wörter gelernt.

Am Mittwoch waren wir vormittags wieder im Praktikum. Danach sind wir gemeinsam zu einem Hafen gegangen, wo wir uns in zwei kleine Gruppen aufgeteilt haben. Abwechselnd sind die Gruppen mit einem kleineren und älteren Motorboot durch den großen Hafen von Savona gefahren. Dort hat man beim Vorbeifahren gemerkt, wie groß manche Kreuzfahrtschiffe sind. Trotzdem waren dazwischen immer mal wieder auch kleine Boote. Im Anschluss ging es auf ein Segelboot, um in Küstennähe umher zu segeln und die Zeit zum Entspannen und Genießen zu nutzen. Vom Wasser aus hatte man eine tolle Aussicht auf die Stadt und das offene Meer und es kam bei jedem sofort Urlaubs- und Sommerstimmung auf.

Am nächsten Tag hat sich jeder wieder in sein Praktikum begeben und in dem Unternehmen mitgeholfen, was mit der Zeit immer besser funktioniert hat. Am Nachmittag sind wir alle gemeinsam mit dem Bus ein paar wenige Kilometer in die nächste Ortschaft gefahren. Von dort sind wir einen traumhaft schönen Weg entlang der Küste gewandert und haben die schöne Aussicht auf das Meer genossen. Wir konnten auch immer mal wieder kurze Abstecher zum Meer machen.

Am Freitag war auch schon der letzte Praktikumstag im Betrieb gekommen. Danach hatten wir einen freien Nachmittag ohne Programm. Daher haben einige von uns mit den italienischen Gastschülern am „Fridays for Future“-Protest für Umweltschutz teilgenommen und sind mit Schildern und 1.000 anderen Schülern durch Savona gezogen. Andere haben gemütlich einen letzten italienischen Kaffee getrunken oder sind am Strand gesessen. Einige sind auch Souvenirs und Kleinigkeiten einkaufen gegangen. Am Abend haben sich alle wieder zusammengefunden und wir sind gemeinsam in eine Pizzeria gegangen, um die schöne Woche ausklingen zu lassen.

Am Samstag gegen Mittag mussten wir schweren Herzens von unseren Gastfamilien und unseren Austauschschülern Abschied nehmen und haben unsere lange, aber lustige Reise nach Hause Richtung München angetreten.

Zusammengefasst war es eine sehr schöne Woche und wir haben viel über die italienische Kultur und Arbeitswelt gelernt. Wir konnten großartige Erfahrungen sammeln. Das italienische Essen und unsere italienischen Freunde werden wir auf jeden Fall vermissen.

Emily

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