Ahoj! (tschechisches Wort für Hallo) Wir sind Eva, Maria, Irina und Roman und wir haben vom 23. März bis 6. April 2019 viele neue Erfahrungen bei dem diesjährigen Schüleraustausch mit Prag gesammelt. Doch wie kam es dazu und was haben wir eigentlich genau gemacht?
Nun, angefangen hat alles damit, dass Herr Balk zu uns ins Klassenzimmer kam und fragte, wer denn Lust hätte, an einem Schüleraustausch (in Kombination mit einem Praktikum) mit Prag teilzunehmen. Nach einer kurzen Bewerbung, ein paar Autogrammen und einer fünf Stunden langen Busfahrt waren wir dann auch in Prag ankommen.
In der tschechischen Hauptstadt sahen wir auch zum ersten Mal unsere Austauschpartner. Bei Iryna, Barbora, Monika und Martin schliefen wir, aßen wir und nahmen voll am Familienleben teil. Zwar war der Eine oder Andere zu Anfang noch etwas schüchtern, doch auch dies war schon nach wenigen Tagen komplett verschwunden. Alle unsere Partner, die übrigens auf eine Schule gehen, die man mit einer deutschen FOS vergleichen kann, lernen seit sieben Jahren Deutsch und sprechen auch gut Englisch. Wir hatten also keine Probleme, uns zu unterhalten. Wobei Irina und Iryna nicht nur denselben Namen und so ziemlich denselben Charakter besitzen, nein, sie sprechen auch beide Russisch, was sie auch stets nutzten, um die Kommunikation auf Deutsch und Englisch zu unterstützen.
Vor Ort zeigte uns die Direktorin der Austauschschule höchstpersönlich gleich am ersten Tag die Prager Altstadt. An den darauffolgenden Tagen stand eine Sprachanimation auf unserem Stundenplan. Zwei Tage, jeweils acht Stunden, lernten wir die Basics der tschechischen Sprache und unterstützt wurden wir dabei von unseren Austauschpartnern, die uns ein großes Büfett zubereiteten.
Wie schon kurz erwähnt absolvierten wir in Prag auch ein Praktikum. An unserem dritten Tag in Prag ging dieses dann auch endlich los – wir besuchten zum ersten Mal unsere jeweiligen Praktikumsstellen. Hier sammelten wir bei eVisions (ein deutsch-tschechisches Unternehmen, welches im Bereich Online-Marketing tätig ist), DTIHK (Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer) und bei Sunagency neue Erfahrungen in vielerlei Hinsicht. Zwar reichten unsere Tschechischkenntnisse noch nicht ganz, um uns auf Tschechisch mit unseren Kollegen unterhalten zu können, jedoch hatten wir auch deutsch- und englischsprachige Kollegen, mit denen man nach getaner Arbeit sogar in eine der vielen Prager Bars gehen konnte. Unsere Aufgaben bestanden bei eVisons beispielsweise viel aus Rechenarbeiten. Sunagency beschäftigt sich damit, Jobs im Ausland für tschechische Arbeitskräfte zu finden, wobei Irinas Aufgabe darin lag, neue Kooperationspartner an Land zu ziehen und somit die Breite an Jobangeboten auszuweiten. Hierbei verzeichnete sie bei der Firma große Erfolge.
Nach getaner Arbeit haben wie dann meist etwas mit unseren Austauschpartnern unternommen – hier haben sich unsere tschechischen Freunde sehr bemüht, unseren Aufenthalt in Prag so unterhaltsam wie möglich zu gestalten. So sind die Jungs beispielsweise ins Stadion gegangen und haben sich das Spiel Tschechien gegen Brasilien angeschaut, während die Mädels ein 4D-Kino besucht haben und das Käse-Popcorn dazu genossen. Auch mit dem deutschsprachigen tschechischen Lehrer, Herr Botlik, haben wir vieles erlebt. Er zeigte uns Touristenattraktionen wie „Little America“ (ein alter Steinbruch, der an den Grand Canyon in Amerika erinnert und etwas außerhalb von Prag liegt), grillte mit uns und zeigte uns die Stadt in Form einer Schnitzeljagd, bei der wir mehrere Facetten Prags kennenlernten.
Alles in allem war dies eine einzigartige Erfahrung und wir sind sehr dankbar, dass wir dabei sein und all das erleben durften. Freuen tun wir uns auch darauf, unseren Partnern München zu zeigen und mit ihnen gemeinsam unser jeweiliges Praktikum zu absolvieren.

  • Bericht-Prag-1
  • Bericht-Prag-2