Seit dem Sommersemester 2011 sind wir als Universitätsschule in die Ausbildung von Studierenden der Wirtschaftspädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München eingebunden.

Zielsetzung

Mit der Schaffung von Universitätsschulen soll eine optimale Vernetzung von Studium und Schule, Theorie und Praxis erreicht werden.
Auf der einen Seite wird die Ausbildung der Studentinnen und Studenten der Wirtschaftspädagogik praxisnäher gestaltet, auf der anderen Seite werden wissenschaftliche Forschungen betrieben, die sogleich Anwendung in der Praxis finden. Unserer Schule ist es dadurch möglich, auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand der Pädagogik zu bleiben. So ist das Konzept der Universitätsschule für beide Seiten – Studierende und Lehrkräfte – bereichernd. Daneben geben die Kontakte zur Universität unseren Schülern einen frühen Einblick wie Theorie und Praxis vernetzt werden können.

Umsetzung

Im Rahmen der Seminare Theory meet´s Practise I und II (mit Schulpraktischen Studien) werden an der Beruflichen Oberschule zwei Studentengruppen pro Schuljahr von einer Lehrkraft (Mentor) betreut.

Die Studierenden bearbeiten pädagogisch-didaktische Fragestellungen, die sich im Schulalltag ergeben. In einem Workshop mit den Studentengruppen, den Mentoren und den Betreuern der Universität wird die Projektidee konkretisiert. Die Fragestellungen werden von den Studierenden theoretisch aufgearbeitet und in einer Zwischenpräsentation an der Universität allen Beteiligten vorgestellt. In der circa zehnwöchigen Praxisphase hospitieren die Studierenden regelmäßig in den Klassen, entwickeln Tools für die Umsetzung des jeweiligen Projekts und implementieren diese in den hospitierten Klassen. Dabei werden sie von den Mentoren unterstützt und angeleitet. Hierzu finden Vor- und Nachbereitungen sowie Besprechungen im Team statt.
Abschließend erfolgt die Projektauswertung und Dokumentation der Ergebnisse der Praxisphase. Diese werden von den Studenten in einer Abschlusspräsentation an der Universität vorgestellt.

Daneben erarbeiten die Studierenden Beobachtungskategorien für ausgewählte Lehrerbildungsstandards. Sie planen und gestalten Unterricht, setzen ausgewählte Unterrichtseinheiten gemeinsam mit dem Mentor um und reflektieren die Unterrichtsgestaltung sowie ihren eigenen Einsatz.

Bisherige Themen

Bisher wurden aus den Bereichen Lernstrategien, Assessment, Didaktische Jahresplanung und Lehrerbildungsstandards u. a. folgende Themen bearbeitet:

• Einführung eines Lernjournals zur Förderung der Studierfähigkeit
• Weiterentwicklung und Implementierung eines Reflexionshefts zur Prüfungsvorbereitung
• Durchführung einer qualitativen Befragung zur Lernmotivation anhand der Bedingungen für selbstbestimmt motiviertes Lernen
• Entwicklung und Implementierung eines Lehr-Lernheftes
• Konstruktion eines Moduls zur Optimierung des Zeitmanagements beim Erstellen einer Seminararbeit an der Beruflichen Oberschule
• Entwicklung und Messung einer Rechnungswesen-Kompetenz
• Identifikation von zentralen Misconceptions im Rechnungswesen
• Kulturgesteuertes Lehren
• Wirtschaftsinstrumentelles Rechnungswesen und Didaktische Jahresplanung in BWR

Universitätsschule aus Sicht der Mentoren

Die Zusammenarbeit mit der Universität ist für uns eine Bereicherung:
Für unsere Schule relevante und interessante Themen werden von den Studenten aufgegriffen,
die Studenten bringen mit dem Projekt neue Ideen und Impulse an die Schule, Unterricht und Problemstellungen werden intensiv diskutiert und reflektiert. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in der Schule multipliziert und von Kollegen aufgegriffen. Der Kontakt zum Lehrstuhl bietet außerdem interessante Fortbildungen im Universitätsforum.

Susanne Reimer

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