„Jede neue Sprache ist wie ein offenes Fenster, das einen neuen Ausblick auf die Welt eröffnet und die Lebensauffassung weitet.‘‘

Francis Harris

Eine neue Sprache zu lernen ist mir nicht nur immer leicht gefallen, sondern es war für mich auch stets mit dem Vergnügen verknüpft eine neue Kultur und neue Denkweisen zu entdecken. Dass ich während meiner vielen Auslandsaufenthalte auch meine eigene Kultur und Sprache immer wieder neu entdeckt habe, war ein weiterer positiver Effekt. Mit Frankreich verbinde ich nicht nur tolle Menschen, die ich dort kennengelernt habe, sondern eine ganz besondere Lebensart, bei der der Genuss im Mittelpunkt steht.

 

L’appétit vient en mangeant

 

Silke Wolfrum


Der Appetit kommt beim Essen

Mein oberstes Unterrichtsziel: Der nächste Urlaub geht nach Frankreich. Vive le Camembert! Frankreich kenne ich gut, denn ich habe dort studiert, gearbeitet und meinen „Mann“ gefunden. Neben Grammatikkenntnissen vermittle ich auch gern anderes wertvolles Wissen zu Fragen wie: Wann küsst man Franzosen und Französinnen zur Begrüßung wohin? Und wann sollte man das lieber lassen? Was tun, wenn man im französischen Restaurant eine gigantische Käseplatte gereicht bekommt? Alles aufessen? Was bedeutet es, wenn ein Franzose „Oh, die Kuh!“ sagt (Ah, la vache!)? Bisweilen gebe ich auch praktische Einweisungen in die Kunst des Boules-Spielens. Aber ansonsten wird gebüffelt.

 

Vivete per il presente,
sognate per l’avvenire,
imparate dal passato. (Anonimo)

Lebt in der Gegenwart, träumt von der Zukunft, lernt aus der Vergangenheit. (Anonym)

Bereits mein allererster Italien-Aufenthalt hat mich fest davon überzeugt, im Herzen eigentlich Italienerin zu sein (damals war ich drei!). Sobald ich die italienische Grenze übertrete und die ersten Worte in der schönsten Sprache der Welt höre geht es mir wieder rundum gut und ich fühle mich einfach angekommen – auch wenn dieses faszinierende Land und seine Menschen nach wie vor Überraschungen bereithalten.
Das Italienisch-Unterrichten macht hauptsächlich wegen der netten und interessierten Schüler so viel Spaß. Die Meisten davon bringen zumindest die Anfänge dieser rational schwer erklärbaren Liebe zu Italien mit und wählen Italienisch nicht (nur), weil sie sich davon in Zukunft einen Nutzen versprechen, sondern schlicht und ergreifend, weil es ihnen gefällt. Besonders motivierend ist es, dass man (auch wenn gerade keine Wies’n-Zeit ist) in den unzähligen italienischen Restaurants, Cafés und Eisdielen das Erlernte gleich ausprobieren kann.

 

“El que no sabe gozar de la ventura cuando le viene, no debe quejarse si se pasa.” – Miguel de Cervantes, escritor español.
(Wer das Glück nicht im richtigen Moment zu nutzen weiß, darf sich nicht beklagen, wenn es vorüberzieht.)

„Wenn ich Spanisch spreche, bin ich glücklich, dann geht es mir gut. Die spanische Sprache hat mir einen ganzen Kontinent herzlicher Menschen, faszinierender Kulturen und atemberaubender Naturlandschaften erschlossen und mein Leben nicht nur dadurch auf außergewöhnliche Weise bereichert.“